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Transfereffekte bei Computerspielen

Methode

"Transfereffekte bei Computerspielen" setzt sich im Besonderen mit Übertragungseffekten von der virtuellen in die erlebte Realität auseinander. Basierend auf einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Transfermodell von Fritz wurde ein erweitertes Transfermodell entwickelt, welches mit einem mehrstufigen Forschungsdesign untersucht wird.

In drei verschiedenen Online-Foren wurden die Nutzer und Spieler zunächst verdeckt gefragt, ob ihnen selbst Effekte nach dem Spielen aufgefallen sind. Die Spieler konnten erstaunlich gut wahrgenommene Effekte verbalisieren und über den Entstehungszusammenhang reflektieren. Alle Antworten wurden ausgewertet, kategorisiert und mit sieben von Fritz konstatierten Transferarten verglichen, so dass sie zu insgesamt drei Transferarten neu zusammengefasst werden konnten: „Analytischer Transfer“, „Funktionaler Transfer“ und „Emotional-kognitiver Transfer“.

Sind die Transfers allgemein für Spieler möglicherweise so attraktiv, dass sie zu einen höheren Wiederspielwert beitragen oder ein Kaufargument für einen vergleichbaren Titel sind?
Hängen die Effekte davon ab, wie sehr der Spieler in die Spielewelt eintraucht?

Um diese erweiterte Forschungsfrage zu beantworten, wird im zweiten, diesmal quantitativen Schritt mittels einer Onlinebefragung in Online-Foren zu verschiedenen Spielen untersucht, ob es Zusammenhänge zwischen den Transfers und den Variablen „Nutzung“ (Genre, Spielart, Perspektive der Darstellung), „Immersion“ (Parasoziale Interaktion, Flow) und „Attraktivität“ (Wiederspielwert, Kaufargument) gibt. Gleichzeitig wird in einer Kontrollgruppe der Fragebogen zusätzlich per E-Mail an ausgewählte Spieler versendet. Die Platzierung des Links für den Fragebogen in den Foren von bestimmten Spielen aus den Genres Shooter, Simulationen und Sportspiele hat für die Auswertung zusätzliche Vorteile. Neben einem ersten Filter gestattet dieses Vorgehen die Gruppen miteinander zu vergleichen und andererseits können einzelne Spiele zur Interpretation herangezogen werden.

Das vollständige Abstract, welches auf der G.O.R.-Konferenz vorgestellt wurde, kann man hier auf englisch oder hier auf deutsch heruntergeladen.